Sozialdienst katholischer Frauen

Mit der Gesetzesänderung über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) im September 2009 wurde die Vertretung von Minderjährigen in familiengerichtlichen Verfahren neu geregelt.

Der SkF Schweinfurt stellt dafür seit dem Jahr 2007 eine Mitarbeiterin zur Verfügung, die für das Familiengericht als Verfahrensbeiständin arbeitet.

Die Verfahrensbeiständin hat die Aufgabe, das Kind im familiengerichtlichen Verfahren zu vertreten, sozusagen als Anwältin des Kindes.

Sie ist vom Familiengericht zu bestellen, wenn z. B.

• die Interessen des Kindes zu denen seiner Eltern in erheblichem Gegensatz stehen

• die teilweise oder vollständige Entziehung der Personensorge zur Diskussion steht

• der Ausschluss oder eine wesentliche Beschränkung des Umgangsrechts in Betracht kommen.

Die Verfahrensbeiständin vertritt die subjektiven Bedürfnisse und Interessen des Kindes im familiengerichtlichen Verfahren. In ihren Stellungnahmen hat sie sowohl die individuellen Wünsche als auch das Wohl des Kindes zu berücksichtigen.
Sie soll sich durch Gespräche mit Eltern, Großeltern oder anderen Bezugspersonen dafür einsetzen, eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung zu finden. Die Verfahrensbeiständin unterbreitet dem Gericht einen Vorschlag zur Regelung des Verfahrensgegenstandes.

Die Beistandschaft endet mit dem Abschluss des familiengerichtlichen Verfahrens.

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